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Die Zeitlichkeit des Verzeihens


Die Zeitlichkeit des Verzeihens

Zur Ethik der Urteilsenthaltung
Phänomenologische Untersuchungen, Band 31 1. Aufl.

von: Verena Rauen

53,00 €

Verlag: Fink (wilhelm)
Format: PDF
Veröffentl.: 28.01.2015
ISBN/EAN: 9783846757529
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 374

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Verzeihen bedeutet Verzicht. Als ein zeitlicher Verzicht auf Tilgung von Schuld entzieht sich das Verzeihen dem Machtbereich normativ regulierbarer Handlungen. Es bildet die Grundlage für eine Ethik der Urteilsenthaltung.
Verena Rauen weist das Verzeihen als Quellpunkt der ethischen Zeit aus. Das Verzeihen interveniert in den Schuldzusammenhang der kontinuierlichen Zeit der Geschichte und ermöglicht ethische, d.h. neue, nicht durch vorherige Schuld bestimmte Handlungen. Eine zeitliche Unterbrechung der Kausalverkettung der Schuld kann sich nur durch einen Verzicht auf das moralische Urteil ereignen, der einen Wiederanfang in der Beziehung mit dem Anderen ermöglicht. So eröffnet das Verzeihen den ethischen Zeitraum des Zusammenlebens angesichts der Schuld der Vergangenheit und der Ungewissheit der Zukunft - es bildet den konstitutiven Ursprung der Ethik.

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